
Bundeswirtschaftsministerin Reiche erklärte, damit schaffe man bezahlbare Energie und reduziere strategische Abhängigkeiten. Bundeskanzler Merz sprach sich zudem für einen weiteren Ausbau der Windkraft-Anlagen in der Nordsee aus.
Merz: "Besondere Aktualität"
Merz betonte auf dem Gipfel außerdem die Bedeutung der Sicherheit im Norden. Er sagte, das Thema beschäftige Deutschland, die EU und die NATO schon seit Jahren, doch in den vergangenen Wochen habe es "eine besondere Aktualität" bekommen. Zuletzt hatte US-Präsident Trump seinen Anspruch auf Grönland bekräftigt und diesen mit der Sicherheitslage in der Arktis begründet.
Die Staats- und Regierungschefs beraten bei dem Treffen gemeinsam mit Vertretern der NATO. Außerdem sind rund hundert Firmen und Verbände vertreten. Thema ist neben der maritimen Sicherheit und der Windkraft auch die Wasserstofftechnologie.
Bundesverband: Unternehmen können Windparks nicht alleine absichern
Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft forderte die teilnehmenden Staats- und Regierungschefs auf, die Sicherheit der Infrastruktur stärker in den Blick zu nehmen. Die Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung, Andreae, sagte im Deutschlandfunk, Gefahrenabwehr bleibe grundsätzlich eine staatliche Aufgabe. Die Unternehmen könnten etwa Offshore-Windparks nicht allein absichern. Ebenso müsse das geplante Dachgesetz zur Resilienz kritischer Einrichtungen rasch verabschiedet werden.
Nordsee-Gipfel als Reaktion auf Ukraine-Krieg gegründet
Als Reaktion auf den Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine fand 2022 in Esbjerg in Dänemark der erste Nordsee-Gipfel mit zunächst nur vier Staats- und Regierungschefs statt. Es ging vor allem darum, Gas- und Öl-Lieferungen aus Russland so schnell wie möglich mit Hilfe erneuerbarer Energien zu ersetzen. Zum zweiten Nordsee-Gipfel im belgischen Ostende kamen 2023 insgesamt acht Staats- und Regierungschefs.
Aus dem Deutschlandfunk-Programm
Diese Nachricht wurde am 26.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
