Kritik an Gesetzentwurf
Normenkontrollrat: Gebäudemodernisierungsgesetz "unnötig kompliziert"

Der Nationale Normenkontrollrat hat das geplante Gebäudemodernisierungsgesetz der schwarz-roten Koalition kritisiert. Der Vorsitzende des Gremiums, Goebel, sagte der "Bild"-Zeitung, der vom Kabinett beschlossene Gesetzentwurf gehöre zu den "handwerklich schwächsten und praxisfernsten Vorhaben", die dem Nationalen Normenkontrollrat in den vergangenen Jahren vorgelegt worden seien.

    Wärmepumpe vor einem Wohnhaus
    Dem Normenkontrollrat ist das neue Heizungsgesetz viel zu kompliziert. (imago / Christian Ohde)
    Der Gesetzestext sei in weiten Teilen "kaum verständlich, unnötig kompliziert und für Betroffene häufig nicht nachvollziehbar", meinte Goebel. Er warnte davor, dass solche Gesetze zu Frustration gegenüber Staat und Politik führen könnten, wenn die Menschen die staatlichen Regeln nicht verstünden.
    Der Nationale Normenkontrollrat ist ein gesetzlich verankertes, unabhängiges Expertengremium, das die Bundesregierung berät. Seine zehn Mitglieder haben die Aufgabe, sich für weniger Bürokratie, bessere Gesetze und eine digitale Verwaltung einzusetzen.
    Die Koalition will mit dem Gebäudemodernisierungsgesetz mehr Wahlfreiheit beim Betrieb und Einbau von Heizungen ermöglichen. Allerdings müssen neu eingebaute Öl- und Gasheizungen ab dem Jahr 2029 schrittweise mit einem wachsenden Anteil klimafreundlicherer Brennstoffe wie Biomethan betrieben werden.
    Diese Nachricht wurde am 14.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.