Geplante Fabrik in Schleswig-Holstein
Northvolt-Insolvenz: 153 Millionen Euro aus deutschem Steuergeld zurückgezahlt

Nach der Insolvenz des schwedischen Batterieherstellers Northvolt fällt der Verlust für den deutschen Staat geringer aus als zuvor befürchtet.

    Schleswig-Holstein, Heide: Mitarbeiter der Firma Northvolt unterhalten sich in einem Planungsbüro auf einer Baustelle im Kreis Dithmarschen. Der schwedische Konzern Northvolt darf in Schleswig-Holstein wie geplant eine große Batteriezellenfabrik für Elektroautos bauen.
    153 Millionen Euro aus Northvolt-Insolvenz wurden zurückgezahlt (Archivbild). (Frank Molter/dpa)
    Im Zuge der geplanten Übernahme der deutschen Tochter durch das US-Unternehmen Lyten wurden gut 150 Millionen Euro an Bund und Land bereits zurückgezahlt, wie das Bundeswirtschaftsministerium der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Voraussichtlich werde im Sommer die staatliche Förderbank KfW weitere bis zu 69 Millionen Euro erhalten.  
    Northvolt wollte in Schleswig-Holstein eine Gigafabrik mit rund 3.000 Arbeitsplätzen errichten. Dafür hatte das Unternehmen von der KfW eine sogenannte Wandelanleihe über 600 Millionen Euro erhalten. Bund und Land bürgten jeweils zur Hälfte. Kritiker werfen dem früheren Bundeswirtschaftsminister Habeck von den Grünen vor, er habe dafür gesorgt, dass zu leichtfertig Steuergeld an Northvolt geflossen sei und die wirtschaftlichen Risiken dabei unterschätzt worden seien.
    Diese Nachricht wurde am 10.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.