Oslo
Norwegen: Beim Terror von 2011 beschädigtes Regierungsviertel wiedereröffnet

In Norwegen ist rund 15 Jahre nach dem Anschlag eines rechtsextremen Attentäters das damals beschädigte Regierungsviertel wiedereröffnet worden.

    Norwegens Ministerpräsident Jonas Gahr Støre spricht während der offiziellen Eröffnung des neuen Regierungsviertels in Oslo.
    Norwegens Ministerpräsident Jonas Gahr Støre spricht während der offiziellen Eröffnung des neuen Regierungsviertels in Oslo. (picture alliance/ASSOCIATED PRESS/Ole Berg-Rusten)
    Regierungschef Støre sagte in in der Hauptstadt Oslo, die Demokratie habe sich nicht bezwingen lassen. Während sonst in der Geschichte Norwegens oft die Rede vom Wiederaufbau nach dem Krieg sei, feiere man heute den Wiederaufbau nach dem Terror.
    In das Regierungsviertel kehren sechs Ministerien sowie das Büro des Ministerpräsidenten zurück. Die Reparatur- und Wiederaufbauarbeiten konnten erst nach langer Diskussion über die modernisierte Gestaltung des Areals aufgenommen werden. Der Gebäudekomplex, der mehr als 4.000 Mitarbeitern als Arbeitsort dienen soll, war bei dem Anschlag 2011 schwer beschädigt worden, als im Osloer Regierungsviertel eine Autobombe gezündet wurde. Dabei wurden acht Menschen getötet und viele weitere verletzt. Anschließend tötete der Attentäter in einem Sommerlager der Jugendorganisation der sozialdemokratischen Arbeiterpartei auf der Insel Utøya 69 vor allem junge Menschen.
    Diese Nachricht wurde am 13.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.