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Proteste gegen Windpark
Norwegischer Regierungschef trifft Vertreter der indigenen Samen und räumt Menschenrechtsverletzungen ein

Nach Protesten gegen einen Windpark in Norwegen hat Ministerpräsident Støre Vertreter der indigenen Samen getroffen.

    Der norwegische Ministerpräsident Jonas Gahr Støre blickt ernst.
    Der norwegische Ministerpräsident Jonas Gahr Støre (IMAGO / TT / IMAGO / Claudio Bresciani / TT)
    Der Regierungschef räumte dabei ein, dass im Zusammenhang mit dem Projekt Menschenrechte verletzt worden seien. Im Mittelpunkt des Streits stehen mehr als 150 Windräder in Europas größtem Onshore-Windpark, etwa 450 Kilometer nördlich von Oslo. Aktivistinnenen und Aktivisten fordern, dass die Umstellung auf grüne Energie nicht zulasten der Rechte der indigenen Rentierhalter gehen darf. Gestern entschuldigte sich der norwegische Minister für Öl und Energie, Aasland, im Namen der Regierung dafür, dass der Betrieb trotz eines Urteils des Obersten Gerichtshofs aus dem Jahr 2021 weiterlief. Daraufhin kündigten die meisten der Aktivisten an, ihre Blockade mehrerer Ministerien in Oslo auszusetzen.
    Diese Nachricht wurde am 03.03.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.