
Nun habe sich die Nosferatu-Spinne in Deutschland ausgebreitet, erklärt Hubert Höfer, stellvertretender Vorstand der Arachnologischen Gesellschaft. Anfänglich seien die Nosferatu-Spinnen fast nur in Gebäuden gefunden worden. Mittlerweile würden sie an vielen Orten im Freiland entdeckt, aber auch etwa in Gartenhütten, Schuppen, in Nistkästen sowie unter der Rinde einiger Baumarten im Siedlungsbereich, vor allem bei Platanen.
Der Körper der Nosferatu-Spinne kann nach Angaben des Naturkundemuseums etwa ein bis zwei Zentimeter lang werden. Die Beinspannweite könne bis zu fünf Zentimeter betragen. "Der Name leitet sich von der charakteristischen Zeichnung auf dem Vorderkörper ab, die kreative Betrachter an die Fratze des Vampirs aus dem gleichnamigen Kinofilm Nosferatu erinnert", schreibt das Museum.
Die Spinne gehöre zu den wenigen Arten, die mit ihren Giftklauen menschliche Haut durchdringen können. Der Biss sei für Menschen aber in der Regel ungefährlich. Der Schmerz sei meist schwächer als ein Wespenstich. Ein Biss erfolge zudem fast nur dann, wenn sich das Tier bedroht fühle. Mit einem ausreichend großen Behälter könne man die Spinnen fangen und ins Freie bringen.
Der Deutsche Naturschutzbund hat eine Zählaktion gestartet, bei der man dieNosferatu-Spinnen online melden kann.
Diese Nachricht wurde am 19.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
