Kriminalität
Notaufnahmen verzeichnen mehr Schwerverletzte durch Messergewalt

Die Notaufnahmen in Deutschlands Krankenhäusern verzeichnen deutlich mehr Schwerverletzte durch Messergewalt.

    Auf einem Tisch liegen ein Pfefferspray, Messer und ein Teleskopschlagstock.
    Bei Kontrollen der Polizei werden immer wieder Messer sichergestellt. (picture alliance / dpa / Marcus Golejewski)
    Das berichtet das Magazin "Der Spiegel" unter Berufung auf das Traumaregister der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie. Dort werden behandelte Fälle nach schweren Verletzungen erfasst. Eine Gruppe von Notfallmedizinern filterte dem Bericht zufolge aus dem Register erstmals jene Fälle heraus, bei denen jemand absichtlich auf einen anderen Menschen eingestochen hat.
    Die wichtigsten Erkenntnisse wurden laut dem Bericht bereits auf einem Fachkongress veröffentlicht. In zehn Jahren wurden demnach 3.325 Stichverletzungen im Zusammenhang mit Gewalttaten gezählt. Die Zahl der Schwerverletzten nach gewaltsamen Stichverletzungen stieg von etwa 250 im Jahr 2019 auf rund 375 im Jahr 2023. Das ist ein Plus von 50 Prozent.
    Diese Nachricht wurde am 30.11.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.