Dienstag, 05. März 2024

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Notizen aus dem toten Winkel Europas

Dünne Besiedlung, aussterbende Dörfer, hohe Arbeitslosigkeit: Wo die EU im Osten endet und Bulgarien und Griechenland mit der Türkei zusammenstoßen, trifft man auf Zonen nationaler Bedeutungslosigkeit. Wichtig ist hier nur die Grenze.

Mit Reportagen von Simone Böcker | 25.02.2012
    Ihr Wandel hat das Leben der Menschen schon immer in unterschiedlicher Weise bestimmt.

    Von der Mitte des Osmanischen Reichs entwickelte sich die Region zum europäischen Randgebiet, zur Hochsicherheitszone zwischen Ost und West während des Kommunismus.

    Heute, 20 Jahre nach dem Mauerfall, wird wieder hochgerüstet, doch nun in umgekehrter Richtung. Während nach der Wende etwa bulgarische Erntehelfer ihr Glück in Griechenland suchten, sind es nun griechische Unternehmen, die als Steuerflüchtlinge ihren Sitz nach Bulgarien verlegen.


    Am Mikrofon: Norbert Weber


    Beiträge:

    1) Leben am Eisernen Vorhang - Bulgarische Grenzdorfbewohner über das Leben im Kommunismus

    2) Zum Frisör nach Bulgarien – Austausch und kleiner Grenzverkehr zwischen Bulgaren und Griechen

    3) Leben an der Einbahnstraße? – Die Reiseschwierigkeiten der Türken

    4) Flucht und Vertreibung – Orestiada, die griechische Stadt der Flüchtlinge

    5) Ein Erntejob im Nachbarland - Bulgarische Roma als Arbeitsmigranten in Griechenland

    Literatur:
    Karl Schlögel: Promenade in Jalta. Carl Hanser Verlag München 2001