"Unrechtsregime"
Nouripour kritisiert Verurteilung von Sängerin Parastoo Ahmadi zu Peitschenhieben

Bundestagsvizepräsident Nouripour hat die Verurteilung der iranischen Sängerin Parastoo Ahmadi zu Peitschenhieben und Berufsverbot kritisiert.

    Das Foto zeigt die iranische Sängerin Parastoo Ahmadi bei ihrem Live-Konzert im Iran - ohne Kopftuch, in einem schwarzen Kleid.
    Die Sängerin Parastoo Ahmadi ohne Kopftuch und schulterfrei. Ein iranisches Gericht hat sie jetzt verurteilt. (Screenshot Youtube / Parastoo Ahmadi, abgerufen am 13.12.2024)
    Nouripour sagte dem Deutschlandfunk, ein Regime, das Frauen auspeitschen lasse, sei ein Unrechtsregime. Ausdrücklich bezog er sich auf das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran. Statt dem Regime in Teheran zu einem bizarren Deal zu gratulieren, sollte Bundeskanzler Merz besser klare Worte für die brutale Unterdrückung von Frauen finden.
    Ein iranisches Gericht hatte die Sängerin und ihre Musiker zu 74 Peitschenhieben und zwei Jahren Berufs- und Reiseverbot verurteilt. Hintergrund ist ein Konzert im Iran ohne Publikum, das online übertragen wurde. Parastoo Ahmadi trat mit offenen Haaren auf und sang selbst. Sie verstieß damit gegen die Kopftuchpflicht und die Vorschrift, dass Frauen im Iran nicht solo singen dürfen.
    Diese Nachricht wurde am 19.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.