
Bei der Ehrung in Berlin ging es um Nowitzkis Verdienste für den Welt-Basketball insgesamt und vor allem seine Leistungen im deutschen Nationalteam. Nowitzki trug zwischen 1997 und 2015 bei 153 Spielen das Deutschland-Trikot. Vor drei Jahren war Nowitzki bereits in die Hall of Fame der NBA aufgenommen worden.
Mit den Dallas Mavericks hatte der gebürtige Würzburger 2011 den Titel gewonnen, fünf Jahre zuvor war Nowitzki zum wertvollsten Spieler der besten Basketball-Liga der Welt gekürt worden. "Es ist eine absolute Ehre, heute hier zu sein", sagte der heute 47-Jährige. "In meinem Heimatland geehrt zu werden, bedeutet mir verdammt viel."
Besonderer Dank an Geschwindner
Mit bewegenden Worten dankte Nowitzki seinem langjährigen Mentor Holger Geschwindner. "Du hast mich als Mensch geformt, nicht nur als Basketballspieler. Du hast an mich geglaubt, wenn ich nicht an mich geglaubt habe. Ohne dich würde ich heute nicht auf dieser Bühne stehen", sagte der Ausnahmebasketballer an den im Publikum sitzenden Geschwindner gewandt.
Der heute 80 Jahre alte Coach hatte mit Nowitzki seit Jugendjahren trainiert. Legendär sind vor allem die unorthodoxen Trainingsmethoden von Geschwindner, der Nowitzki in der NBA-Sommerpause in einer kleinen Trainingshalle in Rattelsdorf immer wieder in Form brachte. Rudern, Handstand, Saxofon spielen, Bücher lesen - alles sei dabei gewesen, erinnerte sich Nowitzki. "Ich habe gelernt, dass ein Mentor essenziell für dein Leben und deine Karriere ist", sagte Nowitzki. "Harry Potter hatte Dumbledore, Alexander der Große hatte Aristoteles, ich hatte Holger."
Diese Nachricht wurde am 22.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
