Nach geplanter NS-Auktion
NRW will Verbot für Handel mit Holocaust-Dokumenten

Die nordrhein-westfälische Landesregierung will sich dafür einsetzen, dass der Handel mit persönlichen Gegenständen von NS-Opfern grundsätzlich verboten wird.

    Sträflingsjacke mit Judenstern
    Sträflingsjacke mit Judenstern (Archivbild) (picture alliance/Bildagentur-online/Falkenstein)
    Dazu soll bei der nächsten Bundesratssitzung in einer Woche ein Gesetzentwurf eingebracht werden. Auslöser war eine geplante Versteigerung von Briefen aus Vernichtungslagern und Judensternen. Mehr als 600 Dokumente aus der NS-Zeit, die teilweise persönliche Informationen und Namen von Betroffenen enthielten, sollten verkauft werden. Die Auktion hatte nach Protesten im November 2025 dann doch nicht stattgefunden.
    Der Gesetzentwurf sieht ein grundsätzliches Verbot des kommerziellen Handels von solchen NS-Gegenständen vor. Ausnahmen soll es für Museen, Archive und Bibliotheken geben.
    Diese Nachricht wurde am 02.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.