Ausgerechnet jetzt - im Urlaub - Fieber, Schüttelfrost, Schmerzen. Da ist guter Rat teuer. Das beginnt schon bei der Suche nach einem geeigneten Arzt, erläutert Elke Gravert von der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland. Deshalb der Ratschlag:
" Den Reiseveranstalter fragen, ob es dort eine Infoliste gibt mit Ärzten, die eben auch der deutschen Sprache mächtig sind."
Nicht nur Reiseveranstalter und Hotels vor Ort, sondern auch gesetzliche Krankenkassen und Reisekrankenversicherungen in Deutschland haben Hotlines und bieten Informationen über Ärzte im Ausland. 24 Stunden am Tag - 365 Tage im Jahr. Nicht vergessen: Später dann - in der Praxis - sollte der behandelnde Arzt in jedem Fall über Vorerkrankungen und Medikamente informiert werden.
" Vielleicht auch eine Checkliste erstellen, aus der hervorgeht, was ich für eine Erkrankung habe, welche Medikation wann einzunehmen ist. Und das kurz und schriftlich als kleine Chipkarte mit in Portemonnaie nehmen, und vielleicht auch einen Hinweis darauf, im Notfalle, wo und wann ich dann vielleicht meinen Hausarzt erreichen kann."
Nicht immer sprechen Ärzte deutsch, selbst wenn sie in Touristenzentren praktizieren. Abhilfe sollen Sprachführer schaffen, die Krankenkassen im Internet zum Herunterladen anbieten: Fieber, Husten, Heiserkeit stehen dort in französischer, spanischer oder türkischer Übersetzung. Damit die schönsten Wochen des Jahres unbeschwert bleiben, sollten vor allem chronisch Kranke und ältere Menschen ihre Urlaubswünsche erst einmal mit dem Hausarzt besprechen: Rechtzeitig - vor dem Reisebüro, sagt Dr. Manfred Oberthür aus Ronnenberg:
" Eine akute Herzinsuffizienz ist für mich eine Kontraindikation für jede Reise. Und es gilt generell: Relative Kontraindikationen muss man sehen, was will ich, was will ich machen? Bin ich herzkrank und kann 100 Meter ohne Hilfe laufen, kann ich sicher die meisten täglichen Dinge machen. Aber ich kann natürlich nicht ins Hochgebirge gehen. "
Die Empfehlung, vor dem Arztbesuch alle wichtigen Informationen zu notieren, gilt auch in Deutschland. Anneliese Müller macht es schon seit vielen Jahren so. Die 66-Jährige geht nie ohne "Fahrplan" in die Sprechstunde. Auch die Ärzte, so ihre Erfahrung, nehmen sich dann Zeit, bis alles geklärt ist:
" Der Arzt erzählt mir sehr viel am Anfang, und ich höre dann genau zu, aber vergesse dann zum Schluss, auch noch mal meine Fragen zu stellen. Was für Nebenwirkungen haben die Tabletten, wie lange muss ich sie einnehmen. Die Fragen, die ich hätte stellen sollen, das fällt mir dann auf, wenn ich die Arztpraxis verlassen habe."
Auch wenn die Diagnosetechniken heute noch so ausgefeilt sind, ist das umfassende Arzt-Patienten-Gespräch wichtig, urteilt der Internist und Hausarzt aus Ronnenberg. Spickzettel sind eine gute Unterstützung, vor allem dann, wenn der Arzt zum ersten Mal aufgesucht wird:
" Das erste Mal ist es eigentlich Pflicht, zu sagen, erstens, warum komme ich, was habe ich für Beschwerden, wie machen sich diese Beschwerden bemerkbar? Habe ich vielleicht bestimmte Auslösesituationen, wo dies oder jenes auftritt? Sind noch andere Begleitsymptome dabei? Das Zweite ist: Was habe ich denn früher an schweren Erkrankungen gehabt? Nehme ich Medikamente ein? Was ist denn in letzter Zeit untersucht worden? Ist das überhaupt schon mal da gewesen?"
Auf die Checkliste für den Erstbesuch gehören besonders auch Angaben über frühere Operationen, Impfungen, Allergien und familiäre Auffälligkeiten, die auf genetische Veranlagungen schließen lassen.
" Beim Zweitbesuch, oder beim wiederholten Besuch, da ist dann die Symptomatik und "Wie geht's mir seit dem letzten Mal", was ist besser, was ist schlechter geworden? Wie habe ich die Tabletten vertragen? Hat der Apotheker mir die gleiche Tablette gegeben und alle diese Dinge. Das ist dann einfach wichtig? "
Bei größeren Entscheidungen, vor operativen Eingriffen, ist es hilfreich, ein Familienmitglied oder Freund zur Sprechstunde mitzunehmen. Häufig können sie wichtige Fragen stellen, die dem Betroffenen, in der Aufregung, selbst oftmals gar nicht einfallen.
" Den Reiseveranstalter fragen, ob es dort eine Infoliste gibt mit Ärzten, die eben auch der deutschen Sprache mächtig sind."
Nicht nur Reiseveranstalter und Hotels vor Ort, sondern auch gesetzliche Krankenkassen und Reisekrankenversicherungen in Deutschland haben Hotlines und bieten Informationen über Ärzte im Ausland. 24 Stunden am Tag - 365 Tage im Jahr. Nicht vergessen: Später dann - in der Praxis - sollte der behandelnde Arzt in jedem Fall über Vorerkrankungen und Medikamente informiert werden.
" Vielleicht auch eine Checkliste erstellen, aus der hervorgeht, was ich für eine Erkrankung habe, welche Medikation wann einzunehmen ist. Und das kurz und schriftlich als kleine Chipkarte mit in Portemonnaie nehmen, und vielleicht auch einen Hinweis darauf, im Notfalle, wo und wann ich dann vielleicht meinen Hausarzt erreichen kann."
Nicht immer sprechen Ärzte deutsch, selbst wenn sie in Touristenzentren praktizieren. Abhilfe sollen Sprachführer schaffen, die Krankenkassen im Internet zum Herunterladen anbieten: Fieber, Husten, Heiserkeit stehen dort in französischer, spanischer oder türkischer Übersetzung. Damit die schönsten Wochen des Jahres unbeschwert bleiben, sollten vor allem chronisch Kranke und ältere Menschen ihre Urlaubswünsche erst einmal mit dem Hausarzt besprechen: Rechtzeitig - vor dem Reisebüro, sagt Dr. Manfred Oberthür aus Ronnenberg:
" Eine akute Herzinsuffizienz ist für mich eine Kontraindikation für jede Reise. Und es gilt generell: Relative Kontraindikationen muss man sehen, was will ich, was will ich machen? Bin ich herzkrank und kann 100 Meter ohne Hilfe laufen, kann ich sicher die meisten täglichen Dinge machen. Aber ich kann natürlich nicht ins Hochgebirge gehen. "
Die Empfehlung, vor dem Arztbesuch alle wichtigen Informationen zu notieren, gilt auch in Deutschland. Anneliese Müller macht es schon seit vielen Jahren so. Die 66-Jährige geht nie ohne "Fahrplan" in die Sprechstunde. Auch die Ärzte, so ihre Erfahrung, nehmen sich dann Zeit, bis alles geklärt ist:
" Der Arzt erzählt mir sehr viel am Anfang, und ich höre dann genau zu, aber vergesse dann zum Schluss, auch noch mal meine Fragen zu stellen. Was für Nebenwirkungen haben die Tabletten, wie lange muss ich sie einnehmen. Die Fragen, die ich hätte stellen sollen, das fällt mir dann auf, wenn ich die Arztpraxis verlassen habe."
Auch wenn die Diagnosetechniken heute noch so ausgefeilt sind, ist das umfassende Arzt-Patienten-Gespräch wichtig, urteilt der Internist und Hausarzt aus Ronnenberg. Spickzettel sind eine gute Unterstützung, vor allem dann, wenn der Arzt zum ersten Mal aufgesucht wird:
" Das erste Mal ist es eigentlich Pflicht, zu sagen, erstens, warum komme ich, was habe ich für Beschwerden, wie machen sich diese Beschwerden bemerkbar? Habe ich vielleicht bestimmte Auslösesituationen, wo dies oder jenes auftritt? Sind noch andere Begleitsymptome dabei? Das Zweite ist: Was habe ich denn früher an schweren Erkrankungen gehabt? Nehme ich Medikamente ein? Was ist denn in letzter Zeit untersucht worden? Ist das überhaupt schon mal da gewesen?"
Auf die Checkliste für den Erstbesuch gehören besonders auch Angaben über frühere Operationen, Impfungen, Allergien und familiäre Auffälligkeiten, die auf genetische Veranlagungen schließen lassen.
" Beim Zweitbesuch, oder beim wiederholten Besuch, da ist dann die Symptomatik und "Wie geht's mir seit dem letzten Mal", was ist besser, was ist schlechter geworden? Wie habe ich die Tabletten vertragen? Hat der Apotheker mir die gleiche Tablette gegeben und alle diese Dinge. Das ist dann einfach wichtig? "
Bei größeren Entscheidungen, vor operativen Eingriffen, ist es hilfreich, ein Familienmitglied oder Freund zur Sprechstunde mitzunehmen. Häufig können sie wichtige Fragen stellen, die dem Betroffenen, in der Aufregung, selbst oftmals gar nicht einfallen.
Links zum Thema
Eine persönliche Checkliste bietet die Landesvereinigung für Gesundheit Niedersachsen als kostenlose PDF-Datei zum Herunterladen an:
7,80 Euro kostet eine umfassende Broschüre, erhältlich bei den Verbraucherzentralen. Der Titel: "Patiententipps für den Arztbesuch".
7,80 Euro kostet eine umfassende Broschüre, erhältlich bei den Verbraucherzentralen. Der Titel: "Patiententipps für den Arztbesuch".