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Indien
Oberstes Gericht bestätigt Ende des Sonderstatus von Kaschmir

Das Oberste Gericht Indiens hat die Aberkennung des Sonderstatus für die Himalaya-Region Kaschmir bestätigt.

    Die Juristen in schwarzen Jacketts und weißen Hemden stehen im Freien in einem Halbkreis und lächeln.
    Anwälte der beklagten Parteien freuen sich über die Entscheidung des Gerichts. (Manish Swarup / AP / dpa / Manish Swarup)
    Es erklärte eine Entscheidung der hindunationalistischen Regierung von Premierminister Modi von 2019 für rechtens und erklärte, der Sonderstatus sei nur vorübergehend vorgesehen gewesen. Die Region ist die einzige mehrheitlich muslimische in Indien. Der Sonderstatus gestand ihr einst eine eigene Verfassung und weitgehende politische Kompetenzen zu.
    Modi hatte die Region damals der Zentralregierung in Neu-Delhi unterstellt und so ein Wahlversprechen eingelöst. Der Schritt schürte Spannungen, und es gab Einsätze des Militärs. Zudem spitzte sich der Streit mit dem Nachbarland Pakistan zu, das das Gebiet ebenfalls für sich beansprucht. Beide Staaten kontrollieren Teile von Kaschmir. Der Kaschmir-Konflikt besteht seit mehr als 70 Jahren - seit das ehemalige Kolonialreich Britisch-Indien in Indien und Pakistan geteilt wurde. Die Atommächte führten schon Kriege um die Region.
    Diese Nachricht wurde am 11.12.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.