USA
Oberstes Gericht verhandelt heute Sammelklage gegen Trump-Dekret zum Geburtsrecht

In den USA verhandelt das Oberste Gericht heute eine Sammelklage mehrerer Organisationen gegen das Vorhaben von Präsident Trump, das Geburtsrecht zu ändern.

    Ein US-Pass auf der Flagge der Vereinigten Staaten
    Präsident Trump will das Geburtsrecht ändern - dagegen beginnt heute eine Sammelklage (Archivbild). (imago / Maksym Yemelyanov)
    Bisher erhalten Kinder automatisch die US-Staatsbürgerschaft, wenn sie in den Vereinigten Staaten zur Welt kamen. Basis dafür ist der 14. Zusatzartikel der US-Verfassung, der seit 1868 gilt. Per Dekret wollte Trump dieses Recht für Babys von Menschen ohne gültigen Aufenthaltsstatus, von Asylsuchenden, von ausländischen Studierenden oder auch von Reisenden einschränken. Die Verordnung trat bislang aber wegen Blockaden unterer Instanzen nicht in Kraft. Allerdings besteht seitdem die Ungewissheit für Eltern, ob ihrem Kind die Staatsbürgerschaft nachträglich aberkannt werden kann.
    Die mündliche Verhandlung vor dem Supreme Court beginnt um 16 Uhr unserer Zeit - und Trump soll selbst anwesend sein. Medien zufolge würde damit erstmals in der US-Geschichte ein amtierender Präsident an solch einer Verhandlung des Obersten Gerichts teilnehmen.
    Diese Nachricht wurde am 01.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.