Nach Umweltkatastrophe
Oder-Ökosystem weitgehend erholt

Rund vier Jahre nach der Umweltkatastrophe in der Oder hat sich der Fischbestand aus Expertensicht vergleichsweise gut erholt. Dies gelte aber nicht für die zur Wasserreinigung wichtigen Muscheln, teilte das für die Untersuchung der Oder federführende Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei mit.

    Hinter einem Grenzpfeiler am deutsch-polnischen Grenzfluss Oder bergen freiwillige Helfer tote Fische aus dem Wasser.
    Vier Jahre nach der großen Umweltkatastrophe hat sich der Fischbestand der Oder wieder weitgehend erholt - Sorge bereiten die Muscheln (Archivbild). (picture alliance / dpa / Patrick Pleul)
    Es sei nun wichtig, Salzbelastung und Nährstoffeinträge im Fluss zu verringern und mehr Raum für das Ökosystem zu schaffen. Bundesumweltminister Schneider sagte, Polen prüfe Maßnahmen zur Reduzierung der Einleitungen in die Oder. Das Salz komme aus den Bergbaugebieten auf polnischer Seite.
    Im Sommer 2022 waren in dem deutsch-polnischen Grenzfluss tonnenweise Fische verendet. Ein hoher Salzgehalt, aber auch Niedrigwasser, hohe Temperaturen und das Gift der Goldalge waren aus Sicht der Wissenschaftler Ursachen für das massenhafte Fischsterben. 
    Diese Nachricht wurde am 15.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.