"Erdüberlastungstag"
Ökologische Ressourcen für 2026 aufgebraucht - Umweltverbände fordern Abkehr von fossilen Energien

Weltweit sind die eigentlich für das gesamte Jahr zur Verfügung stehenden ökologischen Ressourcen bereits heute aufgebraucht. Nach Berechnungen der US-Umweltorganisation "Global Footprint Network" ist der 30. Juli in diesem Jahr der sogenannte "Erdüberlastungstag".

    Nahaufnahme eines aufblasbaren Spielballs, der wie ein Globus aussieht, aber zerknittert ist
    Die Weltbevölkerung lebt seit heute nach Berechnungen von "Global Footprint Network" über ihre Verhältnisse. (imago | Westend61 (Symbolbild))
    Besonders hoch ist der ökologische Fußabdruck von Industriestaaten. So hatte Deutschland seinen Anteil an den natürlichen Ressourcen schon am 10. Mai verbraucht.
    Umweltverbände forderten anlässlich des "Erdüberlastungstages" eine Abkehr von fossilen Energieträgern und eine deutliche Stärkung von Kreislaufwirtschaft und Recycling. Der BUND-Vorsitzende Bandt erklärte, es brauche ein konsequentes politisches Umsteuern. Im Mittelpunkt müsse die Verringerung von Treibhausgasen durch den Ausstieg aus den fossilen Energien und der Ausbau erneuerbarer Energiequellen stehen. Ähnlich äußerte sich die Umweltorganisation WWF. Sie mahnte eine konsequente Priorisierung von zirkulären Geschäftsmodellen an, beispielsweise über die Novelle des Kreislaufwirtschaftsgesetzes.
    Bundesumweltminister Schneider (SPD) erklärte, der "Erdüberlastungstag" sei eine deutliche Mahnung - ab heute lebten wir "auf Pump". Er sagte der "Rheinischen Post", mit natürlichen Ressourcen werde viel zu fahrlässig umgegangen. Deshalb sei das Engagement für den Klimaschutz so wichtig. Daher werde man weiterhin erneuerbare Energien ausbauen und zerstörte Natur, wo möglich, wiederherstellen, so Schneider. Auch Kreislaufwirtschaft spiele eine wichtige Rolle, um Ressourcen zu schonen.
    Der Umweltminister verwies darauf, dass viele deutsche Unternehmen bereits zeigten, wie aus wiedergewonnenen Rohstoffen neue Produkte werden und wie Materialien mehrfach genutzt werden könnten.
    Diese Nachricht wurde am 30.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.