Debatte um Entlastungen
Ökonom Fratzscher (DIW) schlägt Energiekostenpauschale von 300 Euro vor

Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, Fratzscher, schlägt eine einmalige Energiekostenpauschale vor, um die Bevölkerung zu entlasten.

    Prof. Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Institutes für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) im Porträt
    DIW-Präsident Fratzscher hält eine Energiekostenpauschale für angemessen, um die Bürger zu entlasten. (picture alliance / Metodi Popow / M. Popow)
    Hintergrund ist die Debatte um die hohen Energie- und insbesondere Kraftstoffpreise. Fratzscher sagte der "Fuldaer Zeitung", die bisherigen Maßnahmen seien in Teilen ökonomisch ineffizient und sozial unausgewogen. Der DIW-Präsident plädiert daher für eine Energiekostenpauschale von 300 Euro, aber gekoppelt an die Einkommensteuer. Das hieße laut Fratzscher, dass Menschen mit geringen Einkommen die volle Entlastung bekämen, während sie bei höheren Einkommen abgeschmolzen würde.
    Mehrere Ökonomen hatten die bisherigen Maßnahmen der Bundesregierung, darunter die vorübergehende Senkung der Mineralölsteuer, als zu wenig zielgerecht kritisiert. Die Vorsitzende der sogenannten Wirtschaftsweisen, Schnitzer, sprach von einer "Hilfe mit der Gießkanne".
    Diese Nachricht wurde am 20.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.