Wirtschaftspolitik in den USA
Ökonom sieht Trumps Versprechen nicht eingehalten

Der Ökonom Rüdiger Bachmann von der Universität Michigan hat der US-Regierung unter Präsident Trump attestiert, wirtschaftliche Wahlversprechungen nicht eingehalten zu haben.

    Ein Supermarkt in Miami/Florida
    Ein Supermarkt in Miami/Florida (IMAGO / Panthermedia / marina13 via imago-images.de)
    Die wirtschaftliche Lage für die meisten US-Bürger sei weiterhin nicht besonders gut, sagte Bachmann im Deutschlandfunk. Es habe sich nicht viel geändert. Das aber sei eine negative Nachricht für Trump. Denn der habe Besserungen bei den Lebenshaltungskosten versprochen. "Und da hat er nicht geliefert", sagte der gebürtige deutsche Wissenschaftler, der seit 25 Jahren in den USA lebt.
    Zwar geben es beim Bruttoinlandsprodukt gute Wachstumsraten. Doch die seien hochkonzentriert getrieben durch Investition in KI-Unternehmen, sagte Bachmann. Es gebe kein Wachstum über die Sektoren hinweg. Das Wachstum komme in der Breite nicht an. Die Zölle auf ausländische Produkte seien nicht in der von Trump angekündigten Höhe erfolgt. Sie seien deshalb nicht als Katastrophe anzusehen, würden sich für die Menschen aber wie eine zusätzliche Steuer auswirken.

    "Strukturelemente von Faschismus sind da"

    Bachmann äußerte große Bedenken zur politischen Lage in den USA. Angesichts der Umfragewerte für die Republikaner befürchte er "schlimmere Dinge", die Trump mit Blick auf die Kongresswahlen Ende 2026 tun werde. Zwar sei die Lage nicht mit dem deutschen oder dem italienischen Faschismus der 30er Jahre zu vergleichen, betonte Bachmann. "Aber die Strukturelemente sind natürlich da."
    Diese Nachricht wurde am 21.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.