
In vielen Unternehmen liefen Krisensitzungen, teilte der Verband Deutscher Reeder mit. Schiffe würden – wo immer möglich – aus Gefahrenzonen herausgeführt, umgeleitet oder warteten außerhalb der Risikogebiete auf neue Anweisungen. Verbandsgeschäftsführer Kröger sagte, für viele Mitgliedsunternehmen sei dies keine abstrakte geopolitische Entwicklung, sondern eine akute Krise.
Laut Daten der Plattform "MarineTraffic" haben derzeit mehr als 150 Öl- und Frachtschiffe in den Gewässern vor der Straße von Hormus Anker geworfen. Besatzungen hätten Funkmeldungen der iranischen Revolutionsgarden empfangen, hieß es von mehreren Reedereien. Darin sei mitgeteilt worden, dass kein Schiff die Meerenge passieren dürfe. Es gibt Berichte über zwei von unbekannten Geschossen getroffene Schiffe; die Umstände sind unklar.
Die zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman liegende Straße von Hormus ist eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten für den weltweiten Ölhandel. Eine dauerhafte Blockade könnte Auswirkungen auf Öl- und Benzinpreise haben.
Diese Nachricht wurde am 01.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
