
Die Zeitung „Der Standard“ zitiert die Parlamentsfraktion der Regierungspartei. Es sei inakzeptabel, dass ein 18-Jähriger, für den ein Waffenverbot gelte, unkontrolliert an eine Schusswaffe gelangen könne.
Der Österreicher hatte am Donnerstag Schüsse auf das NS-Dokumentationszentrum und das israelische Generalkonsulat in München abgegeben. Er wurde von der Polizei erschossen. Das alte Gewehr hatte der junge Mann am Vortag von einem privaten Waffenhändler gekauft, obwohl gegen ihn wegen mutmaßlicher Nähe zur Terrormiliz IS das Waffenverbot galt. Ob ein solches besteht, müssen Privatpersonen beim Verkauf derartiger Waffen in Österreich nicht prüfen.
Die konservative ÖVP als Koalitionspartner der Grünen signalisierte Bereitschaft, mögliche Gesetzeslücken zu prüfen, lehnte ein generelles Verbot für private Waffenverkäufe allerdings ab.
Diese Nachricht wurde am 09.09.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.