Terror beim Berliner CSD
Özdemir nimmt muslimische Verbände in die Pflicht

Baden-Württembergs Ministerpräsident Özdemir hat sich unzufrieden über die Stellungnahmen muslimischer Verbände zum Terroranschlag auf den Berliner Christopher-Street-Day geäußert.

    Stuttgart: Cem Özdemir (Bündnis 90/Die Grünen, l-r), Ministerpräsident in Baden-Württemberg, Boris Palmer (parteilos), Oberbürgermeister der Stadt Tübingen und Manuel Hagel (CDU) Innenminister in Baden-Württemberg, gehen gemeinsam zu einer Pressekonferenz.
    Landespressekonferenz in Stuttgart (Bernd Weißbrod / dpa / Bernd Weißbrod)
    Der Grünen-Politiker sagte in Stuttgart, bei der Einschätzung des Terrors dürfe es keinen Kulturrabatt geben. Er forderte die Dachverbände auf, sich mit dem Thema Schwulen- und Queerfeindlichkeit auseinanderzusetzen. Wenn Schwulenfeindlichkeit nicht angegangen werde, mache man es Verbrechern leichter, in den muslimischen Verbänden Anhänger zu rekrutieren, so Özdemir.
    Der Berliner Queerbeauftragte Pantisano warnte davor, die Gefährdung queerer Menschen auf bestimmte Tätergruppen zu reduzieren. Angriffe kämen aus allen Himmelsrichtungen.
    Der Rat der Berliner Imame erklärte, man verurteile jede verbale, physische und psychische Gewalt gegen queere Personen oder Angehörige anderer Minderheiten. Religiös begründeter Extremismus sei eine reale Gefahr.
    Diese Nachricht wurde am 28.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.