
Ein ranghohes Mitglied der militant-islamistischen Hamas erklärte nach indirekten Gesprächen mit israelischen Vertretern, man habe die Forderung fallengelassen, dass sich Israel vor einer Freilassung von Geiseln zu einem dauerhaften Waffenstillstand im Gazastreifen verpflichten müsse. Nun sei für eine erste Phase ein befristeter Waffenstillstand vorgesehen. Dieser solle Lieferungen von Hilfsgütern ermöglichen und der Vorbereitung eines israelischen Abzugs dienen, fügte der Hamas-Verhandler hinzu. In einer zweiten Phase sollten dann Gespräche über die Freilassung israelischer Geiseln beginnen. Aus dem israelischen Verhandlungsteam verlautete nach Reuters-Angaben, es bestehe nun eine reelle Chance für eine Einigung.
Grundlage der Gespräche ist ein Friedensplan, den US-Präsident Biden Ende Mai vorgestellt und als israelische Initiative bezeichnet hatte. Er beinhaltet auch die Freilassung palästinensischer Gefangener aus israelischer Haft, den Wiederaufbau des Gazastreifens und die Übergabe toter Geiseln.
Diese Nachricht wurde am 06.07.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
