Vor Beratungen mit Kreisvorsitzenden
Offener Brief: Berliner CDU-Mitglieder legen Bürgermeister Wegner Rückzug nahe

Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner gerät vor den Beratungen über den Wahlkampf für die Abgeordnetenhauswahl parteintern weiter unter Druck.

    Kai Wegner (CDU), Berlins Regierender Bürgermeister, kommt zu einem Termin im Hotel Adlon.
    Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (Jens Kalaene /dpa)
    CDU-Mitglieder verlangen in einem offenen Brief, Wegner solle sich als Dienst am Amt und der Partei zurückziehen. Sein Verhalten wird als Problem für das Vertrauen in die Demokratie bezeichnet. Ein Wahlkampf mit Wegner sei verloren, heißt es in dem Text, der unter anderem von dem Unternehmer Christian Miele verfasst wurde. Auch die Junge Union hält einen Rückzug Wegners für unumgänglich.
    Am Abend kommen der CDU-Landesvorstand und die Vorsitzenden der zwölf Kreisverbände mit dem Bürgermeister zusammen. Dabei geht es vor allem um Wegners Kandidatur für die Abgeordnetenhauswahl am 20. September. Der 53-Jährige steht unter anderem wegen seines Verhaltens beim Stromausfall im Berliner Südwesten Anfang Januar unter Druck.
    Die Berliner CDU hatte die vergangene Abgeordnetenhauswahl mit gut 28 Prozent gewonnen. In Umfragen lag sie zuletzt deutlich darunter.
    Diese Nachricht wurde am 10.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.