
Das Stigma, das mit einer Wahl der AfD verbunden sein könne, dürfte deutlich geschmolzen sein, sagte der leitende Politikwissenschaftler am Moses-Mendelssohn-Zentrum in Potsdam der dpa. Die AfD habe unter anderem durch die schärfere Migrationspolitik der Bundesregierung und den klar erkennbaren Versuch, die AfD rechts zu überflügeln, mehr Anhänger gewonnen, erklärte Botsch unter Hinweis auf die Unionsparteien. Zudem nannte er in diesem Kontext Brandenburgs Ministerpräsident Woidke von der SPD. Eine solche Politik liefere eine scheinbare Bestätigung für die AfD und ihre Themen.
Zuletzt hatten die Warnungen vor der Partei wieder zugenommen. Auslöser sind ihre Umfragewerte und im Zuge dessen Spekulationen über eine mögliche Übernahme der alleinigen Regierungsverantwortung der AfD in Sachsen-Anhalt nach der Landtagswahl im Herbst.
Diese Nachricht wurde am 18.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
