MOTRA-Studie
Offenheit in der Gesellschaft für Rechtsextremismus nimmt deutlich zu

Die Offenheit in der Gesellschaft für Rechtsextremismus nimmt einer vom Bundeskriminalamt koordinierten Untersuchung zufolge weiter zu. Demnach stieg der Anteil in der Bevölkerung zwischen 2021 und 2025 von 21,8 Prozent auf 29,6 Prozent. 

    Ein Neonazi mit Baseballschlaeger und Bomberjacke steht mit dem Rücken zur Kamera auf einer Straße mit Kopfsteinpflaster.
    Die Neigung zum Rechtsradikalismus nimmt deutlich zu (Archivbild). (picture alliance / imageBroker / Rudolf)
    Besonders häufig fänden sich entsprechende Einstellungen unter Menschen mit niedrigerem Bildungsniveau. Starke Zuwächse gebe es zudem in jüngeren Altersgruppen.
    Die Wissenschaftler hatten Teilnehmern der repräsentativen Befragung Aussagen vorgelegt, zu denen diese sich positionieren sollten. Darunter: "Mein Volk ist anderen Völkern überlegen", "Wenn wir nicht aufpassen, wird Deutschland ein islamisches Land" und "Es gibt wertvolles und unwertes menschliches Leben."
    Das sogenannte MOTRA-Monitoring erforscht das Radikalisierungsgeschehen in Deutschland. Es wird von den Bundesministerien für Forschung, Bildung und Inneres gefördert.
    Diese Nachricht wurde am 05.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.