Religionen
OIDAC: Christentumfeindlichkeit in Deutschland wird unterschätzt

Die deutsche Öffentlichkeit unterschätzt nach Erkenntnissen einer österreichischen Nichtregierungsorganisation das Phänomen der Christentumfeindlichkeit.

    Ein Kreuz auf einer Kirche im Gegenlicht
    "Die religiöse Dimension wird gar nicht wahrgenommen." (picture alliance / dpa | Matthias Balk)
    Deutschland sei seit einigen Jahren eines der auffälligsten Länder, sagte die Leiterin der Dokumentationsstelle für Intoleranz und Diskriminierung gegen Christinnen und Christen in Europa , Tang. Laut aktuellen Zahlen sei Deutschland vergangenes Jahr nach Frankreich das Land mit den meisten christenfeindlichen Vorfällen. In Hanau etwa sei jüngst während eines Gottesdienstes eine Kirche mit Stahlkugeln beschossen worden. Nachher hieß es, die Polizei ermittle wegen Sachbeschädigung und habe keine Anhaltspunkte für einen religiösen Hintergrund. Die religiöse Dimension werde gar nicht wahrgenommen, führte Tang aus. Bei den Beamten, aber auch bei der politischen Elite fehle das Bewusstsein dafür.
    Die OIDAC beobachtet die Lage seit mehr als zehn Jahren. Kritiker werfen ihr vor, Kriterien für christenfeindliche Straftaten bewusst weich auszulegen, um die Zahlen hochzuhalten.
    Diese Nachricht wurde am 26.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.