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Olympia 2018
Noch eine Woche bis zur Eröffnungsfeier

Heute in genau einer Woche gehen in Pyeongchang in Südkorea die Olympischen Winterspiele los – und die ersten deutschen Sportler sind jetzt da und ins Athletendorf eingezogen. Das Dorf ist heute eröffnet worden – und in den kommenden Tagen wird es dort ziemlich voll.

Von Frank Hollmann | 02.02.2018

Olympische Spiele Pyeongchang 2018 - Helfer üben das Hissen der südkoreanischen (l) und olympischen Fahne im Olympischen Dorf.
Pyeongchang 2018 - Eröffnung Olympisches Dorf (YNA/dpa)
Es werden Spiele der Rekorde mit mehr Teilnehmern aus mehr Ländern in mehr Disziplinen als je zuvor. Über 2900 Sportler, 102 Wettbewerbe. Erstmals dabei: Ecuador, Eritrea, Nigeria, Singapur, Malaysia und der Kosovo. Und es werden politische Spiele. Das betont auch Südkoreas Präsident, Moon Jae-in:
"Die Teilnahme Nordkoreas hat eine Bedeutung weit über die Spiele hinaus. Sie kann die Zusammenarbeit stärken."
Beide Koreas laufen gemeinsam ein
Deshalb werden beide Koreas gemeinsam einlaufen unter der Einigkeitsflagge: Weiß, darunter die gesamte Halbinsel in blau – wie zuletzt 2006 in Turin. Noch ein Politikum, die russische Mannschaft. Nachdem Dopingskandal dürfen nur auserwählte Athleten unter neutraler Flagge antreten. So entscheid dies das IOC und bekam dafür eine Ohrfeige vom CAS, dem internationalen Sportgerichtshof, ganze acht Tage vor der Eröffnungsfeier:
"Wir haben alle Fälle geprüft. 28 Sperren werden aufgehoben. Das heißt nicht, dass diese Sportler unschuldig sind, aber die Beweise reichen nicht aus."
Teure Spiele
Viel Wirbel um wieder mal sündhaft teure Spiele. Pyeongchang, der Landkreis in den Bergen mit gerade mal 44.000 Einwohnern muss künftig eine Bobbahn und Skisprungschanzen unterhalten. In Gangneung am Meer stehen jetzt fünf Eishallen. In der Stadt leben etwas mehr als 200.00 Menschen. Dafür sind sie jetzt mit einer Hochgeschwindigkeitsbahn mit Seoul verbunden.
Pyeongchang 2018, das wird auch eine Leistungsshow der südkoreanischen Wirtschaft. Korea-Telecom wird 5G demonstrieren, das neue Highspeed-Netz. Und Südkoreas Sportler wollen unter die besten Fünf im Medaillenspiegel. Nicht nur in Pyeongchang, sondern auch bei zukünftigen Sommer- und Winterspielen.