Bericht
Olympia 2026: Defizit von 310 Millionen Euro erwartet

Die Olympischen Winterspiele 2026 haben in Italien ein großes Haushaltsdefizit hinterlassen. Italienische Medien berichten, dass die Stiftung Mailand-Cortina, die alle mit Olympia verbundenen Veranstaltungen durchführte, mit einem Minus von rund 310 Millionen Euro rechnet.

    Symbolbild / Themenfoto Olympische Ringe, ITA, Olympische Spiele Milano Cortina 2026, Olympia, Ski Alpin, Slalom Damen, 18.02.2026 Foto: Eibner-Pressefoto/Michael Memmler
    Die Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina waren teurer als gedacht. (picture alliance / Eibner-Pressefoto / Memmler)
    Das Defizit ergibt sich demnach aus 230 Millionen Euro höheren Kosten und 80 Millionen Euro geringeren Einnahmen. Die Gründe dafür sind bisher nicht bekannt. Die Erlöse aus dem Merchandising-Verkauf sind zudem noch nicht vollständig beziffert. Das Gesamtbudget der Stiftung war von ursprünglich knapp 1,4 Milliarden Euro auf 1,7 Milliarden Euro gestiegen.
    Die Stiftung wird unter anderem von den beteiligten Regionen Lombardei, Venetien, Trentino und Südtirol getragen. Sie wurden aufgefordert, zur Deckung des Defizits beizutragen. Offen ist noch, ob das Internationale Olympische Komitee sie dabei unterstützt. Im Gespräch ist eine Zahlung von rund 100 Millionen Euro.
    Diese Nachricht wurde am 23.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.