Samstag, 02. Juli 2022

Archiv

Olympia Doping
Verlust der Glaubwürdigkeit

Der Direktor der Dänischen Anti-Doping-Agentur hat die Entscheidung des IOC in der Doping-Causa Russland kritisiert. "Wir sind sehr enttäuscht, dass Russland nicht von den Spielen in Rio ausgeschlossen wurde", sagte Michael Ask im DLF. Dagegen begrüßte er den Ausschluss russischer Athleten von den Paralympics.

Michael Ask im Gespräch mit Astrid Rawohl | 13.08.2016

Michael Ask, Chef der Anti-Doping-Agentur Dänemark
Michael Ask, Chef der Anti-Doping-Agentur Dänemark (Michael Ask)
Michael Ask, Direktor der Dänischen Anti-Doping-Agentur, hat IOC-Präsident Thomas Bach vorgeworfen, seine Glaubwürdigkeit im Kampf für einen sauberen Sport verloren zu haben. Russland als Staat hätte wegen der Dopingproblematik von den Spielen in Rio ausgeschlossen werden müssen.
Zufrieden äußerte er sich dagegen im Deutschlandfunk über die Entscheidung des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC), das russische Team von den Paralympics in Rio (7. bis 19. September 2016) auszuschließen. 271 qualifizierte, russische Sportler müssen zu Hause bleiben.
Strukturreform der WADA!
Ask forderte wie bereits die Anti-Doping-Agenturen aus Deutschland und Österreich, russische Sportler auch für die Olympischen Winterspiele 2018 in zu sperren. Notwendig sei es auch, für einen sauberen Sport der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA mehr Geld zu geben. Zudem forderte er eine Strukturreform der WADA und deren Unabhängigkeit.
Das gesamte Gespräch können Sie nach der Sendung mindestens sechs Monate in unserer Mediathek nachhören.
Äußerungen unserer Gesprächspartner geben deren eigene Auffassungen wieder. Der Deutschlandfunk macht sich Äußerungen seiner Gesprächspartner in Interviews und Diskussionen nicht zu eigen.