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StartseiteSport am Wochenende"Überrascht von der Intensität"30.09.2018

Olympischer Modus beim Klettern"Überrascht von der Intensität"

Mit dem Wettbewerb „Olympic Combined“ werden die Kletterer ihr olympisches Debüt in Tokio 2020 geben. Es ist die Kombination der drei Kletterdisziplinen Schwierigkeit, Geschwindigkeit und ungesichertes Bouldern in niedriger Höhe. Boulder-Europameister Jan Hojer aus Deutschland macht sich fit für das neue Format.

Jan Hojer im Gespräch mit Klaas Reese

Der deutsche Kletterer Jan Hojer beim Boulder-Weltcup 2017 in München. (Nils Nöll/DAV/dpa)
Der deutsche Kletterer Jan Hojer beim Boulder-Weltcup 2017 in München. (Nils Nöll/DAV/dpa)
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"Wir brauchen keine Berge!"

"Jeder von uns war überrascht von der Intensität, die das neue Format mit sich bringt", erzählt Jan Hoyer nach den Weltmeisterschaften, bei denen er Dritter im neuen Kombinationswettbewerb wurde. "Nicht nur ich, sondern auch die anderen Athleten waren wirklich drei, vier tage völlig erschöpft danach, konnten alle erst einmal alle nicht trainieren. Und wir waren wirklich froh jetzt mit dieser Erfahrung ins Wintertraining starten zu können, um den Fokus eben mehr darauf zu legen, physisch gut vorbereitet zu sein, um auch in allen drei Disziplinen zu starten.

Die neue Wettkampfform sieht Hojer (26) als seine einzige Chance, an Olympischen Spielen teilzunehmen. Besser gefallen ihm aber die Einzeldisziplinen

Jan Hojer konzentriert sich auf eine Route (Lukas Barth/dpa)Jan Hojer konzentriert sich auf eine Route (Lukas Barth/dpa)

"Das Olympic-Combined ist auf jeden Fall ein Kompromiss, mit dem auch nicht alle Athleten hundertprozentig glücklich sind. Ich denke, die Meinung unter den Athleten ist, dass Olmypia eine sehr große Chance für den Klettersport darstellt. Dass es schön ist, unsere Sportart auf der größten Bühne präsentieren zu können.

Aber dadurch, dass wir eben zum ersten Mal bei Olympia dabei sind, gab’s einige Vorschriften. Eine davon war, dass nur ein Medaillenset verteilt wird. Und da musste sich der Kletterverband überlegen, ob wir mit einem Combined antreten, bei dem zumindest alle Disziplinen der Öffentlichkeit gezeigt werden können. Oder eben mit einer Einzeldisziplin, bei der dann die besten Spezialisten antreten.

Und ich persönlich bin der Meinung, dass wir einen guten Weg gefunden haben, mit dem Olympic Combined unsere Sportart gut darzustellen. Aber auf jeden Fall mit dem mittelfristigen Ziel, 2024 oder dann danach mit drei Einzeldisziplinen und verschiedenen Medaillensets an Olympia teilnehmen zu dürfen."

Äußerungen unserer Gesprächspartner geben deren eigene Auffassungen wieder. Der Deutschlandfunk macht sich Äußerungen seiner Gesprächspartner in Interviews und Diskussionen nicht zu eigen.

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