
Regisseur P. T. Anderson wurde damit nach etlichen Nominierungen erstmals selbst ausgezeichnet - sowohl als bester Regisseur als auch für das beste adaptierte Drehbuch als auch als Mitproduzent. Mit 13 Nominierungen war der Film als einer der Favoriten ins Rennen gegangen.
Favorit "Blood & Sinners" kommt auf vier Preise
Noch mehr Nominierungen hatte nur das Vampirdrama "Blood & Sinners" von Regisseur Ryan Coogler - das Südstaatendrama hatte 16 Nominierungen, so viele wie kein anderer Film in der Geschichte. Er gewann am Ende aber nur vier Oscars, unter anderem für das beste Originaldrehbuch, die beste Filmmusik und Michael B. Jordan als besten Hauptdarsteller.
Wer die Schauspielpreise gewonnen hat
Jordan spielt in "Blood & Sinners" eine Doppelrolle. Er setzte sich unter anderem gegen Leonardo DiCaprio durch sowie Timothée Chalamet, der für seine Rolle als Tischtennisspieler in "Marty Supreme" nominiert war. Der Film ging trotz neun Nominierungen leer aus.
Die Auszeichnung für die beste Hauptdarstellerin ging an die irische Schauspielerin Jessie Buckley - sie spielt im Drama "Hamnet" die Frau des Dichters William Shakespeare, die um ihren Sohn trauert. Hollywoodstar Sean Penn gewann den Oscar als bester Nebendarsteller für seine Rolle als korrupter Militär-Offizier in "One Battle After Another". Als beste Nebendarstellerin wurde die US-Amerikanerin Amy Madigan für ihre Performance im Horrorfilm "Weapons – Die Stunde des Verschwindens" ausgezeichnet.
Deutsche verpassen den Oscar
Das norwegische Drama "Sentimental Value" von Regisseur Joachim Trier wurde als bester internationaler Film prämiert. Der Film, der auch aus Deutschland mitproduziert wurde, erzählt vom komplizierten Verhältnis eines Vaters zu seinen Töchtern. Der deutsche Beitrag "In die Sonne schauen" hatte es nicht in die Endrunde geschafft.
Auch die Deutschen Michael Ralla und Guido Wolter gingen leer aus. Sie waren mit einem Team für die visuellen Effekte von "Blood & Sinners" nominiert. In dieser Kategorie gewann der Fantasyfilm "Avatar: Fire and Ash".
Erstmals geht ein Oscar an eine Kamerafrau
Erstmals ging der Oscar für die beste Kameraführung an eine Frau: Die US-Amerikanerin Autumn Durald Arkapaw wurde für "Blood & Sinners" ausgezeichnet. Zum ersten Mal wurde auch ein Oscar für das beste Casting vergeben, der an Cassandra Kulukundis für "One Battle After Another" ging.
Ungewöhnlich war, dass es in einer Kategorie einen Gleichstand gab, was nach Angaben der Akademie erst siebenmal passierte: Der Oscar für den besten Kurzfilm ging daher an "The Singers" und "Two People Exchanging Saliva".
Bester Dokumentarfilm wurde "Ein Nobody gegen Putin" von David Borenstein und Pavel Talankin - eine deutsche Co-Produktion, die bei Arte zu sehen ist. Die Oscars für den besten Animationsfilm und den besten Filmsong gingen an den Netflix-Film "KPop Demon Hunters" über eine Girlgroup. Das Drama "Frankenstein" von Regisseur Guillermo del Toro gewann drei Oscars für Kostümdesign, Maske und Szenenbild.
Diese Nachricht wurde am 16.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
