Schulunterricht
Open-Source-Chatbot "Telli" wird an den meisten hessischen Schulen genutzt

Fast zwei Drittel aller Schulen in Hessen setzen im Unterricht den Open-Source-Chatbot "Telli" ein. Der datenschutzkonforme KI-Assistent steht Lehrkräften und Schülern seit Herbst 2025 zur Verfügung.

    Eine Schülerin nutzt Künstliche Intelligenz (KI) im Unterricht und schaut auf einen Bildschirm mit dem Eingangsportal zum KI-Chatbot "Telli".
    "Telli" ist ein Open-Source-Projekt, an dem alle 16 Bundesländer beteiligt sind. (Michael Brandt/dpa)
    Aus den Schulen kämen positive Rückmeldungen, sagte ein Sprecher des Kultusministeriums in Wiesbaden. Die KI-Anwendung sorge für einen "innovativen Sprung". Sie kann Lehrkräften etwa beim Erstellen von Vokabellisten helfen, aber auch beim Formulieren von Elternbriefen oder bei der Planung einer Klassenfahrt. Zudem soll "Telli" bei der Bewertung von Klassenarbeiten unterstützen. Schüler können den Chatbot bei der Bearbeitung von Aufgaben im Unterricht nutzen.
    Die Bildungsgewerkschaft GEW begrüßt die Einführung des KI-Assistenten grundsätzlich, forderte aber bessere Rahmenbedingungen. Bisher seien allgemein zugängliche Chatbots der großen Anbieter beliebter, weil sie mehr Möglichkeiten böten und besser in die persönlichen Endgeräte integriert seien, sagte GEW-Landeschef Hartmann.
    "Telli" ist eine Open-Source-KI, die als Projekt aller 16 Bundesländer im Rahmen des Digitalpakts Schule entwickelt wurde. Eingebunden sind mehrere Sprachmodelle (Large Language Models), die innerhalb des Assistenten datenschutzkonform betrieben werden können.
    Diese Nachricht wurde am 05.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.