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Oper, Theater und Museen
Kultur - interessant nur für Eliten?

Zu teuer und antiquiert sagen die einen, Nahrung für die Seele die anderen: Welchen Stellenwert haben Oper, Theater und Museen in Zeiten von YouTube, Virtual Reality und Co? Ist Kunst nur noch für Eliten? Und inwieweit wird die aus den 70er-Jahren stammende Forderung "Kultur für alle" heute noch erfüllt?

Moderation: Petra Ensminger | 25.08.2017
    Oper und Schauspiel in Frankfurt am Main (Hessen), aufgenommen am 09.12.2013. Schauspiel und Oper teilen sich in Frankfurt ein Gebäude, das an Schlichtheit kaum zu überbieten ist. Mitte Dezember 1963 wurde es eröffnet.
    Oper und Schauspiel in Frankfurt. Kultur für alle war eine Forderung der 70er-Jahre - doch wie steht es heute um die Teilhabe in der Kultur? (picture alliance/dpa - Daniel Reinhardt)
    Milliarden für die Kunst: Es fließt viel Geld in den Kulturbereich, und gerade über die staatlichen Subventionen wird viel diskutiert: Ist es gerecht, wenn ein Opernticket oder eine Eintrittskarte fürs Museum mit mehr als 200 Euro bezuschusst wird, während an den Schulen der Putz von den Wänden fällt?
    Dabei geht es auch um die Frage, wer eigentlich Nutznießer dieses subventionierten Angebots ist. Sind es wirklich nur die Eliten, die zahlungskräftigen Bildungsbürger, denen Kunst heutzutage zugänglich ist? Und wenn das so ist, wie kann der Zugang auch jungen Menschen und sozial Schwächeren ermöglicht werden? "Kultur für alle", eine Forderung, die in den 70er-Jahren laut wurde, doch was ist aus ihr geworden?
    Welchen Stellenwert also hat Kunst heute? Wie definieren wir Kunst, und wie wichtig ist es uns, sie zugänglich zu machen, sie als Teil unserer Kultur zu verbreiten, weiter zu geben? Ist Kunst ein Bedürfnis, Nahrung für die Seele oder vielmehr elitärer Luxus?
    Darüber diskutieren wir in der "Lebenszeit". Rufen Sie uns an, unter der kostenfreien Telefonnummer: 00800 4464 4464, oder mailen Sie an lebenszeit@deutschlandfunk.de.
    Es diskutieren:
    Julia Miehe, Stadtkulturdirektorin der Kulturstadt Weimar
    Rein Wolfs, Intendant der Bundeskunsthalle Bonn
    Außerdem im Interview:
    Götz Wörner, Kultur für ALLE e.V.
    Jürgen König, Deutschlandfunk-Korrespondent Paris