Bundeshaushalt 2026
Opposition beklagt hohe Neuverschuldung

Die Opposition im Bundestag hat die hohe Schuldenaufnahme im geplanten Bundeshaushalt für 2026 kritisiert.

    Mehrere gerollte 100-Euro-Scheine
    Einigung über den Bundestat 2026 erreicht (picture alliance / Shotshop | Nadim Mahjoub)
    Der AfD-Haushaltspolitiker Espendiller verwies auf steigende Ausgaben für Zinsen in den nächsten Jahren. Die AfD schlägt statt hoher Schulden vor, die Zahlungen an die Europäische Union zu kürzen und die Waffenlieferungen an die Ukraine zu stoppen. Der Grünen-Haushaltspolitiker Schäfer warf Union und SPD vor, Steuergeschenke etwa für die Gastronomie zu verteilen, statt in Brücken, Schienen und schnelles Internet zu investieren. Der Linken-Politiker Bartsch beklagte die hohen Rüstungsausgaben und einen Mangel an Reformen bei Pflege und Rente.
    Zuvor hatte sich der Haushaltsausschuss des Bundestags auf einen Etat
    für 2026 verständigt. Er sieht Ausgaben von rund 525 Milliarden Euro vor, bei einer Neuverschuldung von knapp 98 Milliarden Euro. Zusammen mit den Krediten für die Sonderetats für Infrastruktur und Klimaneutralität sowie für die Bundeswehr dürfte die Gesamtneuverschuldung rund 180 Milliarden Euro betragen.
    Diese Nachricht wurde am 14.11.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.