"Blamage" und "Quittung"
Opposition sieht Verantwortung für verpassten Einzug Deutschlands in UNO-Sicherheitsrat bei Merz und Wadephul

Die Opposition bewertet das Scheitern Deutschlands bei der Wahl zum UNO-Sicherheitsrat parteiübergreifend als Niederlage für Bundeskanzler Merz und Außenminister Wadephul.

    Alice Weidel, Fraktions- und Bundesvorsitzende der AfD, spricht in der Generaldebatte im Bundestag zum Haushalt.
    AfD-Chefin Weidel spricht mit Blick auf den verpassten Einzug in den UNO-Sicherheitsrat von einer "Blamage". (Kay Nietfeld / dpa / Kay Nietfeld)
    AfD-Chefin Weidel schrieb auf X, einer Blamage folge die nächste. Die Grünen-Vorsitzende Brantner erklärte, es reiche nicht, bei internationalen Krisen an der Seitenlinie zu stehen. Linken-Chefin Schwerdtner sagte dem Portal t-online, das Ergebnis sei die Quittung dafür, dass Deutschland Völkerrechtsbrüche nicht eindeutig benannt habe.
    Bundeskanzler Merz erklärte, trotz des verpassten Einzugs in den Sicherheitsrat bleibe man ein verlässlicher Stützpfeiler des multilateralen Systems. Außenminister Wadephul räumte ein, es könne Stimmen gekostet haben, dass die Bundesregierung im Nahostkonflikt eine besondere Verantwortung für Israel wahrnehmen müsse. Der SPD-Außenpolitiker Ahmetovic sprach von einem Rückschlag. Die Kandidatur sei ein Gradmesser dafür gewesen, wie Deutschland international wahrgenommen werde.
    Diese Nachricht wurde am 03.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.