Besuch in Brüssel
Orban-Nachfolger unter Zeitdruck: Magyar verhandelt mit EU über eingefrorene Gelder

Der künftige ungarische Regierungschef Magyar hat in Brüssel über eine Freigabe eingefrorener EU-Mittel für sein Land beraten.

    Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, und der Sieger der ungarischen Parlamentswahlen, Péter Magyar, in Brüssel.
    EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen trifft Péter Magyar. (Geert Vanden Wijngaert / Pool AP / AP / dpa)
    Der designierte Nachfolger von Ministerpräsident Orbán traf sich am Nachmittag mit EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen. Diese sprach im Anschluss von einem sehr guten Austausch. Die Kommission werde dessen Arbeit unterstützen, um die Probleme Ungarns im Bereich der Korruption und Rechtsstaatlichkeit anzugehen.
    Derzeit werden für Ungarn vorgesehene EU-Mittel in Milliardenhöhe zurückgehalten. Das liegt unter anderem an den Defiziten in dem Land im Bereich der Rechtsstaatlichkeit. Damit das Geld freigegeben wird, müssen etwa Mängel bei der Korruptionsbekämpfung beseitigt werden. Brüssel fordert zudem Maßnahmen, um die Unabhängigkeit der Justiz wieder zu stärken.
    Magyar sagte, ihm gehe es vor allem um die Freigabe von 10,4 Milliarden Euro aus dem während der Corona-Pandemie geschaffenen EU-Wiederaufbaufonds. Dafür läuft Ende August eine Frist ab.
    Diese Nachricht wurde am 30.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.