Beim EU-Gipfel in Brüssel hielten Ungarn und die Slowakei ungeachtet des Drucks der übrigen Mitgliedstaaten an ihrer Blockade des 90-Milliarden-Euro-Kredits fest.
Nur 25 der 27 Staats- und Regierungschefs schlossen sich einer Gipfelerklärung an, die eine Auszahlung des beim EU-Gipfel im Dezember einstimmig beschlossenen Darlehens ab Anfang April vorsieht. Die Ukraine benötigt das Geld für ihren Haushalt und den Kampf gegen Russland. Die EU schätzt, Kiew könnte im April das Geld ausgehen. Der ukrainische Präsident Selenskyj nannte das Darlehen die wichtigste finanzielle Sicherheitsgarantie der Ukraine.
Ungarns Regierungschef Orban und sein slowakischer Kollege Fico begründen ihre Blockade mit einem Streit um die Druschba-Pipeline, die normalerweise russisches Öl durch die Ukraine in die beiden EU-Länder transportiert.
Der finnische Ministerpräsident Orpo warf Orban vor, die Ukraine als Waffe in seinem Wahlkampf zu benutzen. - Am 12. April wird in Ungarn ein neues Parlament gewählt.
Diese Nachricht wurde am 19.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
