
Niemand solle von der Prävention ausgeschlossen werden, nur weil ein Arzneimittel künstlich teuer gehalten werde, sagte die Expertin der Organisation für globale Gesundheit, Scharwey, beim Beginn der Veranstaltung in Rio de Janeiro. Sie warb für einen Medikamentenpreis von etwa 40 US-Dollar pro Person und Jahr sowie für eine breite Produktion günstigerer Nachahmermedikamente.
Nach Angaben von Ärzte ohne Grenzen veranschlagt der US-Pharmakonzern Gilead derzeit 28.000 Dollar für eine Jahresdosis Lenacapavir mit zwei Spritzen. Der Preis gilt allerdings für die Behandlung bereits HIV-infizierter Menschen in den USA und nicht für die vorbeugende Anwendung. Für Gesundheitssysteme in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen sei ein solcher Preis unbezahlbar, kritisierte die Organisation.
Diese Nachricht wurde am 26.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
