Bundeskriminalamt
Organisierte Kriminalität verursacht mehr als 2,6 Milliarden Euro Schaden - zunehmend werden Kinder und Jugendliche angeworben

Das Ausmaß der Organisierten Kriminalität in Deutschland bleibt auf einem hohen Niveau.

    Auf einem Tisch liegen mehrere Bündel mit Geldscheinen, die bei einer Razzia im Zusammenhang mit Geldwäsche gefunden wurden.
    Im vergangenen Jahr verursachte die Organisierte Kriminalität mehr als 2,6 Milliarden Euro Schaden, beispielsweise durch Geldwäsche. (imago images / Michael Gstettenbauer)
    Wie das Bundeskriminalamt in Wiesbaden mitteilte, wurden im vergangenen Jahr 647 Ermittlungsverfahren eingeleitet; das war der zweithöchste Wert in zehn Jahren. Die Schadenssumme lag bei 2,64 Milliarden Euro. Für Gewalttaten werden dem Lagebericht zufolge inzwischen auch Kinder und Jugendliche angeworben - etwa über Gaming-Plattformen oder Soziale Medien. Immer häufiger böten Gruppen der Organisierten Kriminalität außerdem ihre Aktivitäten als Dienstleistung an, so das BKA.
    Der Anteil von Rauschgiftdelikten an der Organisierten Kriminalität ist demnach im vergangenen Jahr gesunken. Begründet wird das damit, dass Anbau und Besitz von Cannabis inzwischen in begrenzten Mengen erlaubt sind. Bei Delikten im Zusammenhang mit dem Handel von Ecstasy, Kokain und Designerdrogen wurde hingegen ein Anstieg im zweistelligen Prozentbereich verzeichnet.
    Diese Nachricht wurde am 24.10.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.