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StartseiteZur DiskussionZustimmung zur Widerspruchslösung? 15.01.2020

OrganspendeZustimmung zur Widerspruchslösung?

901 Menschen sind in Deutschland 2018 verstorben, während sie auf auf ein Spenderorgan gewartet haben. Der Mangel an Organen ist also groß – obwohl 84 Prozent der Menschen hierzulande der Organspende positiv gegenüber stehen.

Diskussionsleitung: Volker Finthammer, Deutschlandfunk

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Ein Arbeiter montiert am 11.12.2013 am niedersächsischen Sozialministerium in Hannover ein Plakat zum Thema Organspende (dpa7 / Julian Stratenschulte)
Der Bundestag stimmt über eine Neuregelung der Organspende ab - der Ausgang ist offen (dpa7 / Julian Stratenschulte)
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Soll künftig also automatisch jeder Organspender sein, der nicht ausdrücklich widersprochen hat? Oder reicht es, wenn Ausweisstellen und Hausärzte verstärkt informieren? Der Bundestag entscheidet.

Es diskutieren:      

  • Peter Dabrock, Vorsitzender des Deutschen Ethikrats
  • Markus Guba, Leiter des Bereichs Transplantation an der Uniklinik München (Zuschaltung aus München)
  • Matthias Kamann, Redakteur, Die Welt
  • Ursula Weidenfeld, freiberufliche Journalistin

Pfleger trägt eine Box mit der Aufschrift "Human Organ" durch einen Krankenhausflur (imago / localpic) (imago / localpic) Organspende: Schweigen als Zustimmung
Nur 36 Prozent der Deutschen besitzen einen Organspendeausweis. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will deshalb die Widerspruchslösung einführen: Wer zu Lebzeiten nicht widerspricht, soll automatisch als Organspender gelten. Doch der Entwurf ist umstritten.

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