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Nach Gefangenenaustausch
Orlow bescheinigt Russland Rückfall in stalinistische Zeiten

Der im Rahmen eines Gefangenenaustauschs freigekommene Menschenrechtsaktivist Oleg Orlow hat das Ausmaß der Unterdrückung in Russland kritisiert.

    Oleg Orlow von Memorial im Gerichtsgebäude in Moskau.
    Oleg Orlow von Memorial (AFP / KIRILL KUDRYAVTSEV)
    Orlow sagte der Nachrichtenagentur AP, unter Präsident Putin würden Menschen dafür eingekerkert, die Behörden zu kritisieren. Das habe es seit der Zeit des sowjetischen Diktators Stalin nicht mehr gegeben. Orlow war im Februar von einem russischen Gericht zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt worden, weil er in einem Artikel den russischen Krieg in der Ukraine kritisiert hatte.
    Der Bürgerrechtler ist Vorsitzender von Memorial, einer der ältesten und bekanntesten Menschenrechtsorganisationen Russlands. Sie wurde im Jahr 2022 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.
    Diese Nachricht wurde am 09.08.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.