Sozialreformen
Ost-Ministerpräsidenten der CDU bestehen auf abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren

Die Ministerpräsidenten von Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen fordern die Bundesregierung auf, bei den Sozialreformen die Perspektive der ostdeutschen Länder stärker zu berücksichtigen.

    Michael Kretschmer, Mario Voigt, Friedrich Merz und Sven Schulze stehen nebeneinander auf einer Bühne. Sie schauen in Richtung der Kamera.
    Die Ministerpräsidenten von Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen mit Kanzler Merz (Archivbild). (IMAGO / dts Nachrichtenagentur)
    In einem gemeinsamen Schreiben, das in Merseburg offiziell vorgestellt wurde, sprechen sich die CDU-Politiker Kretschmer, Schulze und Voigt unter anderem dafür aus, die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren zu erhalten. Die Rentenkommission hatte die Abschaffung der Regelung empfohlen.
    Die Regierungschefs betonten, viele Menschen in Ostdeutschland hätten in den vergangenen Jahrzehnten nicht ausreichend private Vorsorge betreiben können. Daher sei die gesetzliche Rente oft die einzige Säule der Alterssicherung, bei der jede Veränderung im Osten fast ungebremst wirke. Die Bundesregierung müsse zudem einen Weg finden, die Belastungen für Menschen zu begrenzen, die auf Pflege angewiesen seien.
    Diese Nachricht wurde am 30.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.