Kultur
Ostbeauftragte nennt Weimers Absage an Erweiterungsbau für Nationalbibliothek unverständlich

Die Ostbeauftragte der Bundesregierung, Kaiser, hat die Entscheidung von Kulturstaatsminister Weimer kritisiert, den geplanten Erweiterungsbau für die Deutsche Nationalbibliothek in Leipzig zu stoppen.

    Das Gebäude der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig
    Die Deutsche Nationalbibliothek in Leipzig (IMAGO / Ed Gar )
    Dies sei unverständlich und sollte noch einmal überdacht werden, sagte die SPD-Politikerin. Die Nationalbibliothek fördere die Informations- und Meinungsfreiheit und stärke damit die Demokratie. Kritik kam auch vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels und dem Deutschen Kulturrat.
    Weimer begründete die Absage mit den Kosten. Sie sollten Berichten zufolge bei etwa 100 Millionen Euro liegen. Zudem sei vorgesehen, dass die Deutsche Nationalbibliothek Bücher künftig weniger in gedruckter Form sammelt, sondern eher in digitaler.
    Der Kulturstaatsminister hatte zuletzt wegen seines Umgangs mit dem Deutschen Buchhandelspreis und der Berlinale Kritik auf sich gezogen.
    Diese Nachricht wurde am 13.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.