Interview der Woche
Ostbeauftragter Schneider sieht Stärke der AfD als Gefahr für Wirtschaft - Ministerpräsident Günther spricht von Mitverantwortung der Union - Kühnert sieht Mitschuld der Ampel

Der Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, Günther, sieht eine Mitverantwortung der Union für den in Umfragen dokumentierten wachsenden Zuspruch zur AfD.

10.06.2023
    Carsten Schneider, Beauftragter der Bundesregierung für Ostdeutschland, stellt in der Bundespressekonferenz den Bericht der Bundesregierung für Ostdeutschland 2022 vor.
    Carsten Schneider, Beauftragter der Bundesregierung für Ostdeutschland (picture alliance / dpa / Kay Nietfeld)
    Der CDU-Politiker sagte der Zeitung "Welt am Sonntag", es gelinge der Union nicht ausreichend, mit überzeugenden Argumenten wahrgenommen zu werden und die enttäuschten Stimmen abzuholen. So habe man es etwa nicht geschafft, den Menschen die Alternativen, zum Beispiel beim Thema Heizen, präzise aufzuzeigen. SPD-Generalsekretär Kühnert räumte wiederum eine Mitschuld der Regierung ein. Die Ampelkoalition habe sich in den letzten zwei Monaten selbst ein Bein gestellt, sagte er dem "Spiegel".
    Der Ostbeauftragte der Bundesregierung, Schneider, bezeichnete den wachsenden Zuspruch zur AfD als Gefahr für Wirtschaft und Gesellschaft. Der SPD-Parlamentarier aus Thüringen sagte im Interview der Woche des Deutschlandfunks, gefährdet seien sowohl die wirtschaftliche Entwicklung Ostdeutschlands als auch der gesellschaftliche Zusammenhalt. Schneider betonte, der Osten benötige Fachkräfte aus dem Ausland, und er kämpfe darum, dass dies jedem bewusst werde.
    Diese Nachricht wurde am 10.06.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.