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Ostern

Im Unterschied zu den Festtagen von Weihnachten und Neujahr hält sich das Osterfest nicht an ein Datum. Frühestens kann es auf den 22. März fallen - spätestens auf den 25. April.

David Chapman |
    In der Bibel gibt es keine Daten in unserem Sinne. Man feierte das Fest nach einem alten Kalender, der auf den Mondphasen basierte. Beispielsweise kann man in der Bibel lesen, dass Jesus an dem Sonntag auferstand, der dem Passahfest folgte. Dieses Fest feiern die Juden am Abend des 14. Nissan - des ersten Vollmonds nach der Frühlingstagundnachtgleiche. Deshalb entschieden die Christen, dass sie ihr Osterfest am ersten Sonntag nach diesem Vollmond feiern.

    Die Kirche entwickelte eine vereinfachte Formel, um die Festtage zu bestimmen. Der Vollmond, der das Datum für Ostern festlegte, war ein nach mathematischen Tafeln berechneter imaginärer Vollmond. Und man glaubte, dass die Frühlingstagundnachtgleiche immer auf den 21. März fällt.

    Irgendwann stimmte der Kalender - und damit auch das Osterfest - nicht mehr mit den Jahreszeiten überein. Um die Abweichungen aufzufangen, reformierte Papst Gregor XIII. im Jahre 1582 den Kalender und die Frühlingstagundnachtgleiche war nicht mehr auf den 21. März fixiert. Die Berechnungsgrundlage für Ostern war damit festgelegt. Doch akzeptierten nicht alle Nationen den Gregorianischen Kalender. Aus diesem Grund feiern auch heute noch einige östlichen Kirchen das Osterfest an einem anderen Tag als wir im Westen. Nur manchmal - wie in diesem Jahr - fällt das Osterfest in Ost und West auf denselben Tag.