Handel
Oxfam: EU-Pläne zur Lockerung von Lieferkettengesetz sind Schlag ins Gesicht für Menschenrechte

Die Entwicklungshilfeorganisation Oxfam kritisiert die Lockerung der Vorgaben zur Überprüfung von Lieferketten, auf die sich Unterhändler von EU-Parlament und EU-Staaten verständigt haben.

    Näherinnen und Näher sitzen hintereinander an den Nähmaschinen in einer Produktionshalle in Tirupur in Indien.
    DIe EU will Lieferkettengesetz lockern. (Imago)
    Die Entscheidung sei für die Menschenrechte ein Schlag ins Gesicht, sagte der Handelsexperte von Oxfam, Zahn, im Deutschlandfunk. Durch die Abschwächung würden Umwelt und Menschen am Anfang der Lieferkette belastet, also etwa Landarbeiter. Arbeitgeberpräsident Dulger sprach hingegen von einem Meilenstein für den Bürokratieabbau.
    Die in der Nacht zustandegekommene Einigung der EU-Unterhändler sieht vor, dass die Vorgaben zur Überprüfung von Lieferketten nur noch für Großunternehmen mit mehr als 5.000 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von mindestens 1,5 Milliarden Euro gelten sollen. Nötig ist noch die Zustimmung der EU-Staaten und des Europaparlaments.
    Diese Nachricht wurde am 09.12.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.