Entwicklungsorganisation
Oxfam: Schere zwischen Top-Gehältern und Reallöhnen geht weiter auf

Die ​Einkommensunterschiede zwischen Top-Managern und Beschäftigten haben sich laut einer Untersuchung der Entwicklungsorganisation Oxfam seit der Corona-Pandemie deutlich vergrößert.

    Der grüne Schriftzug und das Logo von Oxfam - eine stilisierte weiße Schleife in einem grünen Kreis - prangen an einer hellen Hauswand. Am rechten Bildrand ein Baum.
    Das Logo von Oxfam an einem Laden in Berlin (dpa / picture alliance / Schöning)
    Die Gehälter ⁠von Vorstandsvorsitzenden weltweit seien seit dem Jahr ⁠2019 inflationsbereinigt um 54 Prozent auf durchschnittlich 8,4 Millionen Dollar gestiegen, teilte Oxfam anlässlich des heutigen Tags der Arbeit mit. Dagegen seien die Reallöhne von Beschäftigten im selben Zeitraum um zwölf Prozent gesunken.
    In Deutschland gibt es demnach eine ähnliche Entwicklung: Die Gehälter von 25 untersuchten Vorstandschefs aus Dax-40-Unternehmen seien seit ⁠2019 ⁠um 56 Prozent auf fast sieben Millionen Euro gestiegen, hieß es. Die inflationsbereinigten Gehälter der deutschen ⁠Beschäftigten lägen hingegen leicht unter dem ⁠Niveau vor der Corona-Pandemie. Oxfam forderte eine stärkere Besteuerung von Superreichen und hohen Einkommen sowie gerechtere Löhne. Die zunehmende Ungleichheit sei eine Gefahr für die Demokratie, hieß es.
    Diese Nachricht wurde am 01.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.