Katholische Kirche
Paderborn: Laut neuer Studie mehr Missbrauchsfälle als bisher bekannt

Im Erzbistum Paderborn haben in den Jahren 1941 bis 2002 mehr Priester Kinder und Jugendliche sexuell missbraucht als bisher bekannt.

    Udo Markus Bentz, Erzbischof von Paderborn, und Nicole Priesching, Kirchenhistorikerin und Wissenschaftlerin, stehen zusammen bei einer Pressekonferenz in der Universität Paderborn zur Vorstellung der Ergebnisse einer Missbrauchs-Studie.
    Studie zu sexueller Gewalt im Erzbistum Paderborn (Friso Gentsch / dpa / Friso Gentsch)
    Das ist das Ergebnis einer heute vorgestellten unabhängigen Studie im Auftrag der örtlichen Universität. Darin ist von 210 Hinweisen auf Beschuldigte die Rede, die rund 490 Kinder und Jugendliche missbraucht haben sollen. Vor einigen Jahren hatte die katholische Deutsche Bischofskonferenz noch von 111 Geistlichen gesprochen. Die Autoren der aktuellen Studie erklärten, oft sei versucht worden, die Fälle zu vertuschen und die Täter zu schützen. So seien etwa Opfer und ihre Familien unter Druck gesetzt worden, Anzeigen gegen Priester zurückzuziehen.
    Diese Nachricht wurde am 12.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.