
Premierminister Sharif schrieb auf X, beide Seiten hätten einer endgültigen Fassung zugestimmt. Nun arbeite man gemeinsam daran, die nächsten Schritte zu finalisieren. Ein Frieden sei noch nie so greifbar gewesen wie jetzt. Aus Washington und Teheran gab es zunächst keine Bestätigung dieser Angaben.
Amerikanische Medien zitierten einen US-Regierungsverterter mit den Worten, man gehe zu "80 bis 85 Prozent" von einer baldigen Unterzeichnung aus. Irans Außenminister Araghtschi schrieb, die Absichtserklärung habe noch nie so kurz vor dem Abschluss gestanden. Einzelheiten würden der Öffentlichkeit zu gegebener Zeit mitgeteil
Eine mit den Verhandlungen vertraute Person sagte der Nachrichtenagentur Reuters, die Vereinbarung könne noch am Sonntag unterzeichnet werden. Die Schweiz bot bereits an, als Ort für die Unterzeichnung eines Abkommens zwischen den USA und dem Iran zu dienen. Man stehe in engem Kontakt mit den Vereinigten Staaten und dem Iran, erklärte das Schweizer Außenministerium.
Unterschiedlich lautende Informationen gibt es zum konkreten Inhalt. Nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Mehr sieht das Abkommen vor, alle Kampfhandlungen unverzüglich zu stoppen - auch im Libanon. Der Iran solle die Straße von Hormus nicht länger blockieren. Im Gegenzug würden Sanktionen gegen iranische Ölexporte aufgehoben und eingefrorene Gelder in Milliardenhöhe freigegeben. Verhandlungen über das iranische Atomprogramm sind dem Bericht zufolge erst zu einem späteren Zeitpunkt vorgesehen.
US-Präsident Trump hingegen dementierte weitreichende Zugeständnisse gegenüber dem Iran. Die durchgesickerten Informationen entsprächen nicht dem, was schriftlich vereinbart worden sei. Ein hochrangiger US-Vertreter bezeichnete das sich abzeichnende Abkommen als "leistungsbasiert". Demnach erhalte Teheran keine eingefrorenen Vermögenswerte, solange es seinen Teil der Vereinbarung nicht erfüllt habe.
Diese Nachricht wurde am 12.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.



