Nachbarschaftskonflikt
Pakistanische Luftwaffe greift Ziele in Afghanistan an - auch in Kabul: "Offener Krieg"

Der militärische Konflikt zwischen Pakistan und Afghanistan nimmt an Härte zu.

    Blick aus der Ferne: Aus einem ummauerten und umzäunten Gelände steigt dichter schwarzer Rauch auf. Es ist Tag.
    Rauch nach einem früheren pakistanischen Angriff (Archivbild vom vergangenen Oktober) (AP / H. Achakzai)
    Pakistan griff in der Nacht Ziele im benachbarten Afghanistan aus der Luft an, darunter auch solche in der Hauptstadt Kabul. Wie die Regierung in Islamabad auf X mitteilte, wurden militärische Einrichtungen attackiert - auch in den Provinzen Kandahar und Paktia. Sie sprach von dutzenden getöteten Kämpfern der afghanischen Taliban. Dies sei die Reaktion auf die Agressionen von der gegnerischen Seite, hieß es. Der pakistanische Verteidigungsminister Asif erklärte, nun herrsche offener Krieg. Die Taliban bestätigten die Angriffe.
    Gestern hatten afghanische Einheiten pakistanische Stellungen im Grenzgebiet attackiert und laut Taliban-Angaben zahlreiche Außenposten des Gegners eingenommen. Dem waren am Wochenende davor wiederum pakistanische Angriffe vorangegangen.
    Die Beziehungen zwischen den Nachbarländern Afghanistan und Pakistan haben sich seit der Machtübernahme der Taliban zunehmend verschlechtert. Die Regierung in Islamabad wirft den militanten Islamisten vor, ihrem pakistanischen Ableger nach Anschlägen Unterschlupf jenseits der Grenze zu gewähren.
    Diese Nachricht wurde am 27.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.